Mobilfunk: Faszination und Gefährdung

Mobilfunk ist nicht nur ein technologisches Phänomen und Problem, sondern auch ein kulturelles. Begeisterter Nutzung stehen international Sorgen um mögliche Gesundheitsstörungen durch die künstliche hochfrequente Strahlung und um psychische Veränderungen von Menschen infolge der so verführerischen Anwendungen gegenüber. Während die Vorteile von Mobilfunk auf der Hand liegen und kräftig beworben werden, sind die Nachteile vielfach Gegenstand der Verdrängung – aus komplexen Interessen heraus.

Dieser Problemlage widmet sich das Buch Mythos Mobilfunk, geschrieben von einem Theologen und Publizisten, der als Pfarrer und apl. Theologieprofessor die ethische Seite des Phänomens beleuchtet. Die „Kritik der strahlenden Vernunft“ zeigt, dass sich längst ein gesamtgesellschaftlich wirksamer Mythos Mobilfunk herausgebildet hat, der  begeisterte Anwendung zu fördern und Kritik kleinzureden oder zu verschweigen bemüht ist. Angesichts des Zaubers modernster Technologien ist eine ethisch orientierte Entmythologisierung dringend angesagt.

Auf dieser Homepage wird besonders auf dieses neue Buch Mythos Mobilfunk von Werner Thiede hingewiesen, das im größten ökologischen Verlag Deutschlands (oekom verlag) erschienen ist. Es ergänzt in der Sache durchaus den Bestseller Digitale Demenz von Prof. Manfred Spitzer, der fast gleichzeitig erschienen war, allerdings bei aller kritischen Erhellung der „digitalen Revolution“ deren weitgehende Verknüpfung mit Mobilfunk noch nicht thematisiert hatte.

Neben den Infos zum Buch finden Sie hier auch einen Aufsatz und ein Literaturverzeichnis zum Thema.